Einer neuen Lernkultur zum Durchbruch verhelfen

Die Funktion von Werner Zwickl ist seit September 2010 die eines „Bildungsmanagers“ im Bereich Neue Mittelschule Burgenland, in Unterstützung des Landesschulinspektors für APS (Allgemeinbildende Pflichtschulen) am Landesschulrat mit Sitz in Eisenstadt. Zuständig ist er für 40 Neue Mittelschulen im Bundesland.

Sein Anliegen: einer neuen Lernkultur zum Durchbruch zu verhelfen. Der Burgenländer hat seine Karriere als Hauptschullehrer begonnen und kann nun mit Fug und Recht als „Lerndesigner“ bezeichnet werden. Wenn man mit Werner Zwickl ein Gespräch zu seinem Tun führt, scheinen gewohnte Begrifflichkeiten wie Landesschulrat und Schulinspektor nicht mehr zu passen. Der künftige – ab September 2012 – Qualitätsentwickler spricht von regionalen Qualitätsmanagern, Kompetenzorientierung oder von Kooperationsmeetings….“.

In der Schule sollen die jungen Menschen zu hoher Eigenverantwortlichkeit, mit Hilfe eines partizipativen Bildungsansatzes, hingeführt werden. Das organisatorische Pendant zu diesem Anspruch sieht Werner Zwickl in einer maximalen Autonomie der Schulen. „Die Qualitätssicherung überprüfbar machen und Kommunikation, mit all seinen elaborierten Formen, fördern.“

Die Neue Mittelschule ist ein Schultyp der mittleren Bildung im österreichischen Bildungssystem, der Modellversuch wurde 2008 gestartet. Im Herbst 2012 wird ein weiterer Baustein der Schulreform Neue Mittelschule gesetzliche Wirklichkeit. Das BMUKK wird auf Basis des geänderten Schulaufsichtsgesetzes ab Oktober 2012 Orientierungs- und Unterstützungsangebote für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im allgemeinbildenden Schulwesen anbieten (SQA). Das Thema Lernen und Lehren wird dabei im Zentrum stehen. Besondere Aufmerksamkeit wird den Bereichen Individualisierung und Kompetenzorientierung gewidmet sein.

„Der Modellversuch „Neue Mittelschule“, der im September 2012 in das Regelschulwesen übergeführt wird, brachte ein hohes Maß an Entwicklungsarbeit mit sich“, sagt Zwickl. Speziell in den beim Bildungsministerium angesiedelten „Koordinationstagungen Neue Mittelschule“ kamen hochrangige Funktionsträger zum Thema Qualitätsentwicklung im Schulbereich Neue Mittelschule immer wieder zusammen. Seine erste große Moderation für dieses Projekt übernahm Herr Zwickl vor einem halben Jahr. Weitere Moderationen, mit bis zu 70 Fachleuten u.a. im Beisein der Bundesministerin, folgen im Halbjahresabstand. Wissensmanager Zwickl ist ein Freund des Föderalismus. Der Koodinationsaufwand, ließe sich gut handhaben, die Ergebnisse, seien in einer guten Organisation des Zusammenwirkens unvergleichlich hoch, sagt er.

 

Wie ist Werner Zwickl zu dieser Position und zu diesem Arbeitszugang gekommen?

Viel Erfahrung sammelte er in der langjährigen Lehrtätigkeit in der Österreichisch-Ungarischen Europaschule in Budapest, mit Unterricht in Englisch und Biologie in der 5. – 8. Schulstufe. 2006 kam der Wechsel an die Pflichtschule in Andau/Burgenland mit dem beruflichen Aufgabenwechsel in die Entwicklungsarbeit der Neuen Mittelschule. Gleichzeitig war nun die Zeitkapazität frei, in die eigene Weiterbildung zu investieren.

Werner Zwickl hatte am EAK, dem europäischen Aus- und Fortbildungsinstitut für Kommunikation, Kommunikationsseminare mit Blickrichtung Trainerausbildung, absolviert. Über die Fokussierung in die schulische Qualitätsentwicklung reifte beim Burgenländer der Entschluss, den damals neu geschaffenen Universitätslehrgang für interpersonelle Kommunikation zu absolvieren.

 

„Meine Erwartungen wurden weit übertroffen. Ich hatte bereits viele Erfahrungen mit Aus- und Fortbildungen und hatte die Latte für den Lehrgang sehr hoch gesetzt. Ich habe eine Art des Lernens erlebt, die in vielerlei Hinsicht als außergewöhnlich zu bezeichnen ist.
Aus heutiger Sicht bezeichne ich die methodischen Zugänge als personalisiertes Erfahrungslernen. Inhalte, Prozesse und Lehrgangsleiter waren durchgängig optimal ausgewählt. Ich bin auf eine heterogene Gruppe von Teilnehmerinnen und Teilnehmern getroffen, die in vielen verschiedenen Berufssparten arbeiten und mit denen ich heute noch in regem Austausch stehe.“

Die Masterthesis zum Lehrgangsabschluss hat Werner Zwickl schließlich ins jetzige berufliche Fahrwasser gebracht. Die wissenschaftliche Arbeit „Die Kraft des Feedback. Zur Implementierung einer Feedbackkultur an Neuen Mittelschulen in Österreich“ führte ihn mit den maßgeblichen Entscheidungsträgern im Burgenland zusammen, für die er nun seit eineinhalb Jahren mit großer Freude und Einsatz tätig ist.

 

Dipl. Päd. Werner Zwickl, MSc
Landesschulrat für Burgenland
Kernausteig 3
7000 Eisenstadt

 

Europäische Bildungskooperation – Koordinationsstelle. Leiter
Europa- und Auslandskontakte. Leiter
Telefon : +43-(0)2682-710-138